Medfluencer-Skandal: Ärzte, Verantwortung & Fake-Krankheit #312

Ein YouTuber erfindet eine Krankheit, baut eine komplette Fake-Pharmafirma drumherum – und eine Medizin-Influencerin bewirbt sie prompt für Geld. Der Medfluencer-Skandal rund um Marvin Wildhages Prank hat gerade das halbe Netz beschäftigt, und wir ordnen ihn mal aus ärztlicher Sicht ein: Wo hört der faire inhaltliche Kritikpunkt auf und wo fängt der reine Shitstorm an? Wir sprechen über Disease-Awareness-Kampagnen und das Heilmittelwerbegesetz, über die Frage, ob Medizinstudierende wirklich die schlechteren Gesundheitskommunikatoren sind, und über den fiesen Trick, sich den Titel „Arzt“ bewusst als Vertrauensbonus umzuhängen. Dazu ein ehrliches Update über Dienste, Erholung und die ewige Work-Life-Balance-Debatte – und warum die 36-Stunden-Dienste von früher nichts mit heute zu tun haben.

Küchenmedizin-Podcast

In dieser Folge…

  • Der Medfluencer-Skandal um Marvin Wildhages erfundene Krankheit „Postvirale Nasale Hypersensibilität“ – und warum Symptom und die Fake-Studienleiterin „Dr. Geppetto“ auf Pinocchio anspielen
  • Fairer Kritikpunkt vs. Shitstorm: Wo die inhaltliche Kritik berechtigt ist – und wo die Häme im Netz einfach nur das Unterste der Menschheit trifft
  • Disease-Awareness-Kampagnen & Heilmittelwerbegesetz: der legale Umweg, mit dem das Werbeverbot für verschreibungspflichtige Medikamente ausgehebelt wird
  • Sind Medizinstudierende automatisch die schlechteren Gesundheitskommunikatoren? Warum Fachwissen nicht am Approbationsdatum hängt
  • Der „Arzt/Ärztin“-Titel als bewusst gelassener Interpretationsspielraum – und die HWG-Frage rund um bewusst nicht eingeholte Approbation

Weitere Links & Quellen